Endlich kann man wieder kurbeln…

Über viele Jahre Gebrauch ist dieses Jahr der Fensterheber auf der Beifahrerseite kaputt gegangen. Durch ständige, jahrelange Benutzung, auch durch mehrere (teils unwissende) Fahrgäste, musste es irgendwann so kommen, dass Scheibe sich verabschiedete und in der Tür verschwand ohne auf Kurbelbewegungen zu reagieren. Provisorisch wurde die Scheibe mit Papierfetzen festgeklemmt, was natürlich keine Lösung von Dauer ist. Also habe ich kurzerhand die Tür auseinander genommen.
Die Haltenasen des “Schlittens”, worauf das Fenster transportiert wird, waren gebrochen, sodass der Schlitten aus seiner Schiene gedrückt wurde. So hatte das Fenster keinen Halt mehr. Bis ein Ersatzteil zur Hand war, wurde die ganze Konstruktion einfach in ihrer Endstellung mit Paketband festgeklebt (siehe Foto) und die Kurbel abgezogen, damit keiner auf die Idee kommt daran zu drehen.
Da so ein Teil gut und gerne 15 Euro kosten soll (ohne Versand) oder bei einem Essener Gebrauchtteile-Händler sogar 50 Euro (!!!), muss man sich mal auf den Schrottplätzen durchfragen und umschauen. Da man beim VW T4 verschiedene Fensterkurbel-Achsen verbaut hat, passte die jetzige Kurbel nicht auf das Ersatzteil. Was nun? Herumprobiert, überlegt. Die Lösung! Mit etwas vorsichtiger Gewalt den kaputten Schlitten aus der Schiene schieben und vom Ersatzteil den intakten Schlitten benutzen.
Hat nach etwas Zeit dann doch geklappt und erfüllt seinen Zweck nun hoffentlich die nächsten 15 Jahre.
Bulli-Altersschwächen

Der VW Bulli ist zweifelsohne ein multifunktionales und solides Auto. Der 1,9 TD Motor mit 50KW/68 PS reicht auch völlig aus.
Aber was den Rost angeht, so blüht dieser auch irgendwann bei einem T4. “Beliebt” sind hier besonders die Radläufe, Türeinstiege, Tankklappe, Rahmen der Windschutzscheibe… Das ist nicht nur schlecht anzuschauen, sondern erfordert auch eine Menge Arbeiten. Bei einem Firmenwagen, wie in diesem Fall, ist das auch noch ein Zwiespalt. Auf der einen Seite machen die Arbeiten an dem T4 Spaß, hat man doch schon so manches Problem selbst gelöst. Hier und da muss aber etwas Geld hereingesteckt werden. Aber ist das eigentlich nicht Sache des Fahrers, sondern des Halters? Wenn man ganz lange wartet, steht man an dem Punkt, ob sich überhaupt noch etwas lohnt. Aber einen VW-Bus gibt man doch nicht einfach so auf. Insbesondere, wenn man den Wagen damals selbst aus Wolfsburg abgeholt hat und er 16 Jahre lang dein Leben begleitet hat.
Ein anderer, sehr lästiger Punkt ist die Umweltzone (in Essen)! Wenn es bei dem Vorhaben bleibt, in den nächsten Jahren die Fahrzeuge mit gelben und roten Plaketten loszuwerden, dann sieht es für den Bulli sehr schlecht aus.
70 Kilometer durch die Essener Nachbarschaft
Es ist der 2. Juli, ein neuer Monat hat begonnen und es reizt mich wieder auf den Sattel zu steigen und ein paar ordentliche Kilometer auf Wegen und Straßen zu lassen. Nun ja, aus den paar Kilometern wurden unterwegs spontan stolze 70 Kilometer von Essena aus über Gelsenkirchen, Bottrop, Oberhausen, Mülheim und zurück. Gefahren in einer Zeit von 3 Stunden und 30 Minuten. Da ich bisher nur Distanzen bis ca. 50 km gefahren bin, waren die letzten 20 km entsprechend träge und müde zu fahren.
Der Anfang der Fahrt ließ mich zweifeln, ob ich die große Runde überhaupt durchziehen soll. Ich brauchte eine Weile um fährend der Fahrt eine einigermaßen verträgliche Schaltungseinstellung zu finden. Eine springende Kette macht einfach keinen Spaß. Aber so konnte ich schließlich doch noch meine Fahrt durchziehen. Juhu!
Als erste Station steuerte ich die Schurnbachhalde an, von hier aus ging es nach Gelsenkirchen-Horst zum Nordsternpark. Im Anschluss auf direktem Wege nach Bottrop (am Tetraeder vorbei), dann nach Oberhausen am CentrO vorbei. Von hier aus wollte ich einen Weg nach Mülheim/Ruhr finden, mit Hilfe der rot/weißen Radwegweiser. Bis zur Oberhausender Altstadt habe ich es so einigermaßen gefunden, aber danach nach MH zu finden, war ein Suchspiel deluxe. Teilweise wird man von den Radwegweisern in einer Richtung geschickt, bekommt aber unterwegs keine Zwischenhilfe. Da stehst du also an einer Kreuzung und weißt nicht wo lang du fahren sollst. Also fährt man entweder auf gu Glück oder hält sich an die gelben Hinweisschilder für den motorisierten Verkehr.
Insgesamt war es eine schöne und zugleich interessante Tour, da ich neue Gegenden entdeckt habe, wo LAKES auch mal etwas posen durfte
Nach der Distanz wusste ich was ich getan habe, sodass ich keinerlei Einschlafprobleme hatte
Hier ein paar Eindrücke von der Tour:



Das Hercules-Projekt II
Mittlerweile habe ich wieder mit dem Zusammenbau begonnen: Die Laufräder inklusive Naben sind wieder komplett, Tretlager, Kurbel, Schaltwerk, Sattel, Sattelstütze, Gabel, Lenker und ein neuer Vorbau montiert.
Wenn ich jetzt noch neue Schläuche hab, kann ich HERCULES auf seine Beine, ähm… Räder stellen.
Natürlich ist eine gründliche Arbeitsvorbereitung alles

Und hier sieht man den derzeitigen Zwischenstand (vor Kurbel- und Schaltwerksmontage).
Ich freue mich schon auf die Jungfernfahrt 2.0

Das Hercules-Projekt I
Vor vielen Jahren, ich glaube es war das Jahr 2003 schaffte ich mir HERCULES an. Ein vollausgestattetes Trekkingrad. Mit ihm habe ich viele Hundert oder sogar Tausend Kilometer gefahren. Nach einem “kriminellen Zwischenfall” mit Happy End – ich hatte LAKES ganz neu – blieb HERCULES viele Jahre stehen und wurde nicht benutzt. LAKES hingegen wurde ständig ausgefahren und hat so neulich seine 10.000 km hinter sich gebracht.
Da aber ein so gutes Rad wie das HERCULES zu schade ist, um im Keller zu verstauben, habe ich es letztens mal rausgeholt um es wieder fit zu machen. Ich präsentiere: Das Hercules-Projekt.
Nach einer groben Reinigung habe mir gedacht, ich nehme das Rad erst einmal komplett auseinander. Denn dann kann man die Teile erstens besser säubern und zweitens kann man sehen, was ersetzt werden muss. (Außerdem hatte ich inzwischen Übung in der Wartung kniffliger Teile, da ich solches schon bei LAKES erledigt hatte.) Letztendlich landete alles in einer Kiste und übrig blieb der nackte Rahmen mit lediglich dem Steuersatz und dem Schaltauge:

Der Rest war demontiert. Dass es eine gute Wahl war, die Teile genau unter die Lupe zu nehmen, sollte ich schnell merken: Bei der Demontage der Hinterrad-Nabe holte ich mit dem Lagerfett auch darin schwimmende Metallsplitter heraus. Autsch? Was war passiert? Nach genauem Ansehen der Bauteile wurde klar: Die Staubschutzkappe vom Freilaufkörper hat sich – warum auch immer – quer gestellt und ragte so ins Lager herein. Folge war offenbar, dass Stück für Stück von der Staubschutzkappe aus Metall abgefräst wurde und die Reste im Fett landeten. So hatte sich durch die Bewegungen mit der Zeit ein Metallteil in die Lagerfläche der Konusmutter eingewalzt. Also besorgte ich mir aus einem Essener Fahrradladen eine neue Konusmutter und einen neuen Staubschutz.
Sämtliche Lager sind auseinander genommen, gereinigt, gefettet und wieder zusammengebaut worden.
Fortsetzung folgt

10.000 km
LAKES hat seine ersten 10.000 km hinter sich. Und das Alter sieht man ihm nicht an
Kurz vor der großen 5-stelligen Zahl hat LAKES noch eine ordentliche Frischzellenkur bekommen mit Verschleißkit und etlichen anderen neuen Teilen.

Das große Schrauben

LAKES ist ja mein sehr zuverlässiger Allround-Esel. Mal Sportler, mal Transporter. Aber nach rund 9.100 Kilometern und 6 Jahren war ein umfangreiches “Verschleiß-Paket” dringend nötig. Also wurden Kette, Kassette, Kettenblätter und Freilauf gewechselt. Letzterer hatte sich ja schon bei der Twitter-Tour im Februar mit besonderen Geräuschen gemeldet. Bei den Jungs und Mädels von Bike-Components aus Aachen hatte ich alles Notwendige gefunden. Da ich nicht alles an Spezialwerkzeug hatte, hat @Riebiesel sich angeboten am letzten Samstag “bei Kaffee und Kuchen” am Rad zu schrauben.
Letztendlich wurde also getauscht: - Kette (deutlich gelängt) - Kassette (Zähne abgenutzt) - Kettenblätter (Zähne abgenutzt) - Freilaufkörper (Verschleiß geäußert durch laute Schleifgeräusche) [Sehr hilfreich beim Freilaufwechsel war im Übrigen diese Seite: http://www.veloagenda.ch/...]
Bei der Gelegenheit habe ich direkt mal Kette und Kasette um eine ShimanoGruppe aufgerüstet, von Deore auf XT. Nachdem nun alles verbaut ist (bis auf das große Kettenblatt, da es noch nachgeliefert wird), sind die Schleifgeräusche weg und es gibt keine Kette mehr, die sich ihren Weg in die Ritzel frisst. Das Fahrgefühl ist direkt ein ganz neues. Was jetzt ansteht ist regelmäßige Wartung und Pflege der Kette. Und ein rechtzeitiger Wechsel, bevor andere Elemente getauscht werden müssen.
Neben dem technischen Vorteil ist der Glanz aber auch schön anzusehen:

356.577 km
356.577 Kilometer – so nah war der Mond laut Experten am Wochenende der Erde gekommen, so nah wie seit 1992 nicht mehr.

Test: Brando Ultra Clear Displayfolie
Hier war noch die Vikuiti-Folie aufgebracht. Rechts die neue Folie von Brando.
Obwohl das Motorola Defy eine “hochkratzfeste” Displayscheibe haben soll, war mir eine Schutzfolie sehr wichtig. Es kann schließlich immer mal eine stärkere mechanische Einwirkung passieren. Um dem vorzubeugen, besorgte ich mir die Vikuiti DQC160 von 3M. Damit hatte ich immerhin gute Erfahrungen beim HTC Wildfire gemacht. Jedoch schien sie (obwohl des gleich Typs wie damals) Unterschiede in der Qualität zu haben. Jedenfalls: Ein Kollege empfahl aus eigener Erfahrung die Brando Ultra Clear. Diese habe ich mir jetzt über die eBucht bestellt und heute erhalten.
Die Brando Ultra Clear lässt sich super leicht mit der Trägerfolie anbringen und ist wirklich nur zu sehen, wenn man weiß, dass sie auf dem Display liegt
. Die Folie lässt sich wieder rückstandslos entfernen, abwaschen und wieder aufbringen, da sie durch statische Aufladung an dem Display haftet. Außerdem sieht man die Abdrücke der Patschefinger kaum – im Vergleich zu der Vikuiti-Folie.
Die Folie ist z. B.bei eBay für runde 6 Euro zu haben. Für eine anständige Folie doch noch im Rahmen.
Spontan-Runde Richtung Hattingen
LAKES posiert in der Mittagssonne am Ost-Zipfel des Baldeneysees
Als ich mich heute Mittag auf’s Rad schwang, wusste ich erst nicht so recht, wohin es gehen sollte. Binnen Sekunden wägte ich zwischen “Nord” und “Süd” ab. Dann hatte ich Lust einfach mal wieder gen Süden zu radeln. So sollte es sein. Über Rüttenscheid radelte ich die alte zum Radweg umfunktionierte Bahntrasse entlang bis Rellinghausen um dann entlang der Wuppertaler Straße weiter Richtung Kupferdreh zu fahren. Es passt alles: Angenehm milde Temperaturen um die 10°C und dazu noch Sonnenschein. Warum auch immer verspürte ich einfach mal Lust Richtung Hattingen zu fahren. Schnell fiel mir ein, dass Hattingen ja doch schon höher liegt, als z.B. Kupferdreh, was ich an der Steigung und an meinen Beinen merkte. Irgendwann kommt man aber ja mal oben an. Hier entschädigte der Ausblick die Mühen der letzten 10 Minuten. Man hatte einen schönen Überblick über die ganzen geograhischen Ergebungen in der Umgebung. Ein herrlicher Anblick. Da es noch einen langen Rückweg gab und eine angesagte Regenfront unbekannten Ausmaßes, beließ ich es bei einem einfachen Foto des Ortseingangsschildes und machte mich auf den Rückweg ins crossieHQ. Als nächste Station steht der Langenberger Sender auf meinem Zettel. Da fahre ich mal vorbei, wenn sich die Gelegenheit und Zeit dazu bietet.
Es ist auch schon fast festgelegt, wo die nächste TwitterTour hingeht… Es wird sehr ländlich…
Noch 2-3 km bis Niederwenigern. Aber für ein Foto muss Zeit sein.
Geschafft. Aufgrund des Rückwegs und der angesagten Regenfront war hier Ende.

